Behandlung von Erwachsenen



Kostenübernahme

Laut SGB Richtlinien (gem. B Nr. 7 KFO-Richtlinien) werden die Kosten für eine KFO Behandlung im Rahmen der vetragszahnärztlichen Versorgung nach Vollendung des 18. Lebensjahres nicht übernommen.

Eine Ausnahme besteht bei der Notwendigkeit einer kombinierten kieferorthopädisch-chirurgischen Behandlung.

Bei Privatversicherten werden die Kosten nach dem jeweiligem Tarif eventuell übernommen.

Behandlung von Jugendlichen


Im Teenager Alter wird meistens eine kieferorthopädische Behandlung mit Multibracket-Apparaturen ("feste Spange") durchgeführt. Die Dauer einer solchen Behandlung liegt zwischen einem und zweieinhalb Jahren.

Nach dem Entfernen der festen Zahnspange werden Retentionsgeräte (sogenannte "Nachspangen") eingegliedert. Diese Phase ist notwendig um Rezidiven zu vermeiden und dauert noch mindestens ein weiteres Jahr.

In den meisten Fällen wird zusätzlich auch ein "bonded Retainer" benötigt (außervertragliche Leistung) um die Stellung der Frontzähne zu halten.
Dies ist eine Langzeit-Retention um das schönes Lächeln auf Dauer zu behalten.

Kostenübernahme

Die GKV übernimmt bei KIG-Einstufungsgrad 3, 4 oder 5 einen großen Teil der Kosten.

Die Kosten für die Retentionsphase werden von der GKV ebenfalls übernommen.

Behandlung von Kindern (Frühbehandlung)


Bereits im frühen Alter (bei GKV ab dem 4. Lebensjahr) kann eine kieferorthopädische Behandlung indiziert sein.

Diese dient zur Förderung des Kieferwachstums um spätere Schäden frühzeitig zu vermeiden.


Kostenübernahme

Die Frühbehandlung ist bei Gesetz- lichen Krankenversicherungen auf eine Dauer von eineinhalb Jahren eingeschränkt.

KFO-MKG Behandlung


Im Falle von schwerwiegenden Kieferdiskrepanzen kann eine kieferorthopädische Behandlung in Kombination mit einem chirurgischen Eingriff nötig sein. Solch einen Eingriff nennt man Dysgnathie-OP.

Unter Dysgnathie versteht man angeborene oder erworbene skelettal oder dental bedingte Fehlbisse.


Ziele einer solchen Behandlung sind:

  • die Herbeiführung einer gesicherten Okklusion und verbesserten Kaufunktion
  • Verbesserung der Ästhetik durch Harmonisierung des Gesichtsprofils
  • Verbesserung der Sprechfunktion
  • Vorbeugung von Myoartropathien
  • Vorbeugung von Paradontalschäden und evtl. vorzeitigem Zahnverlust durch Fehlbelastung
[Aus: Dysgnathien. Interdisziplinäre Therapiekonzepte von der Planung bis zur Operation. S.Schamsawary. Urban&fischer Verlag - S. 1]

Artikel zur Kieferchirurgie (PDF)

Diagnostik und Behandlungsablauf


Sobald beim Beratungsgespräch die Notwendigkeit einer kieferortho- pädischen Behandlung festgestellt wurde, müssen diagnostische Unterlagen angefertigt werden.

Die Auswertung dieser Unterlagen stellt die für die Behandlungs- planung notwendigen Daten bereit.

Die medizinischen Hintergründe sowie die geplanten Behandlungsgeräte und die anfallenden Kosten werden durch eine Planbesprechung erläutert.

In der Regel erstreckt sich eine KFO-Behandlung zwischen 1 und 4 Jahre.
Die Termine werden in Intervalle von 4 bis 12 Wochen geplant.

Diagnostische Elemente

  • Abdrücke der Zähne
  • Röntgenbilder
  • Fotos
Zusätzlich
  • Klinische Funktionsanalyse der Kiefergelenke
  • Instrumentelle Funktions- analyse durch Gesichtsbo- genregistrat

KIG Einstufung


Die Kieferorthopädischen Indikationsgruppen

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschrift in § 29 (4) SGB V hat sich der Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen am 17.8.2001 darauf verständigt, das bisherige therapiebezogene kieferorthopädische Indikationssystem durch eine befundbezogene Indikationsregelung abzulösen.


Die neu eingeführte Regelung orientiert sich weitgehend an dem international gebräuchlichen "Index of Orthodontic Treatment Need" (IOTN). Die Vorschriften der §§ 28 (2) und 29 (4) SGB V werden in verbindlichen Richtlinien des Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung präzisiert. In diesen Richtlinien ist festgestellt in welchen Fällen und unter welchen Bedingungen die Kosten für eine durch einen Vertragszahnarzt durchgeführte kieferorthopädische Behandlung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
Bei einem Schwierigkeitsgrad ab 3 bis 5 werden Kosten von der GKV übernommen.


Beginn der Behandlung

Laut SGB Richtlinien (gem. B Nr. 7 KFO-Richtlinien) ist eine KFO Behandlung im Rahmen der vetragszahnärztlichen Versorgung wessen Bedarf in die Grade 3,4 oder 5 der KIG Einstufung fällt, nicht vor Beginn der 2. Wechselgebissperiode (spätes Wechselgebiss) zu beginnen, um eine zu lange Dauer der Behandlung zu vermeiden.
Ausnahmefälle für Kfo-Maßnahmen vor Beginn der 2. Phase des Zahnwechsels (gem. B Nr. 8 KFO-Richtlinien): Kieferorthopädische Maßnahmen vor Beginn der 2. Phase des Zahnwechsels (spätes Wechselgebiss) sind im Rahmen vertragszahnärztlicher Versorgung in folgenden Ausnahmefällen angezeigt
  1. Beseitigung von Habits bei einem habituellen Distalbiss mit dem Behandlungsbedarfsgrad D 5 oder einem habituell offenen Biss mit dem Behandlungsbedarfsgrad O 4
  2. Offenhalten von Lücken infolge vorzeitigen Milchzahnverlustes
  3. Frühbehandlung eines Distalbisses mit dem Behandlungsbedarfsgrad D 5, eines lateralen Kreuz- oder Zwangsbisses mit dem Behandlungsbedarfsgrad K 3 oder K 4, sofern dieser durch präventive Maßnahmen (Einschleifen) nicht zu korrigieren ist, einer Bukkalokklusion (Nonokklusion) permanenter Zähne mit dem Behandlungsbedarfsgrad B 4, eines progenen Zwangsbisses/frontalen Kreuzbisses mit dem Behandlungsbedarfsgrad M 4 oder M 5 oder die Behandlung zum Öffnen von Lücken mit dem Behandlungsbedarfsgrad P 3.
    Die Frühbehandlung soll nicht vor dem 4. Lebensjahr begonnen werden und innerhalb von sechs Kalenderquartalen abgeschlossen werden.
  4. Frühe Behandlung einer Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte oder anderer kraniofacialer Anomalien, eines skelettal-offenen Bisses mit dem Behandlungsbedarfsgrad O 5, einer Progenie mit dem Behandlungsbedarfsgrad M 4 oder M 5 oder von verletzungsbedingten Kieferfehlstellungen.

Herausnehmbare Spangen


Ganzheitliche Kieferorthopädie ("Bionator")

Als funktionskieferorthopädisches Gerät wirkt der Bionator gleichzeitig auf Ober- und Unterkiefer. Er ist besonders wirksam, wenn er von Kindern und Jugendlichen während der Wachstumsphase (2. Zahnwechselperiode) getragen wird. Anders als bei den herkömmlichen herausnehmbaren Zahnspangen (die aus zwei Teilen für Ober- und Unterkiefer bestehen) wird der Bionator als Einzelteil gefertigt und im Ganzen getragen.
Das bewirkt, dass der Unterkiefer in die richtige Lage zum Oberkiefer geführt wird.

Der Bionator liegt komplett lose im Mund und dient als "Turngerät" für Zunge und Mundmuskeln. Durch die normale Funktion (Sprechen, Schlucken, Atmen) wird die körpereigene Muskelkraft angewandt und so seine Wirkungsweise erreicht. Das führt dazu, dass anfangs von der Zunge eine hohe Anpassungsfähigkeit erwartet wird. D. h. die ersten Tage wird die Spange in der Nacht wahrscheinlich unbewusst aus dem Mund herausfallen. Nicht entmutigen lassen! Dagegen hilft langes Tragen tagsüber, sowie sehr viel Sprechen mit der Spange im Mund. Generell gilt hier, wie auch bei allen anderen herausnehmbaren Geräten eine tägliche Tragedauer von 16-18 Stunden. Besonders bei einer Vielzahl von fehlerhafte Körperhaltung kann mit diesem Gerät hervorragend geholfen werden. Bei der Behandlung mit dem Bionator empfiehlt sich eine begleitende osteopathischen Behandlung.

Aktive Platten

A. M. Schwarz (Hochschullehrer in Wien) hat im Jahre 1938 als erster diese Art der kieferorthopädischen Behandlung beschrieben. Ein Plattenkörper an den verschiedenen Elementen zum Halten oder federnden Drahtelementen sowie Zug- oder Druck-schrauben um Kräfte auf den Alveolarfortsatz und den Gaumen zu übertragen wird für den Patient individuell angefertigt.

So entsteht eine geringe Belastung des Halteapparat des Zahnes. Durch diese Apparaturen kann man nur kippende Bewegungen (Proklination / Reklination der Inzisivi) von Zähnen bewirken.
Die transversale Zahnbogenerweiterung und die Distalisation von Molaren sind mit diesen Geräten möglich.

Der Erfolg mit solch einer Apparatur ist stark mit der zuverlässigen Mitarbeit des Patienten verbunden.

Funktionsregler nach Fränkel

Die Funktions-Regler (FR) bieten eine große Behandlungsvielfalt. Sie sind zum einen einsetzbar, wenn der Unterkiefer zu kräftig ist (Progenie), oder aber wenn der Unterkiefer zu weit hinten liegt (Distalbiss).
Dieses Gerät ist ein sogenanntes Funktionskieferorthopädisches Gerät (FKO), das heißt es wirkt gleichzeitig auf beide Kiefer, wenn es getragen wird. Obwohl es groß und wuchtig wirkt, ist es sehr angenehm zu tragen, da im Bereich der Zunge nur grazile Drähte verlaufen und die Kunststoffelemente (im Labor individuell angepasst) zwischen den Zähnen und der Wange liegen. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist, wie bei jedem herausnehmbaren Gerät, die ausreichende Tragedauer, die täglich 16-18 Stunden beträgt.

Gesichtsmaske

Sie wird eingesetzt in all den Fälle in dem der Unterkiefer stärker wächst als der Oberkiefer (sogenannte Progenie). Die Anwendung einer Gesichtsmaske ist bereits in Kleinkindalter (ab dem 4. Lebensjahr) von größter Wirkung.
Bis während der Pubertät (ca. das Ende der 2. Zahnwechsel-Phase) ist die Therapie mit diesem Gerät indiziert. Das Tragen der Gesichtsmaske bewirkt eine sagittale Entwicklung (Wachstum nach vorne) des Oberkiefers. Ziel und Sinn einer Behandlung mit Gesichtsmaske ist die Vermeidung eines operativen Eingriffes (kombiniert chirurgische Behandlung –link-) nach Abschluss des Wachstums. Wie bei allen herausnehmbaren Geräten je länger die Tragedauer und je jünger der Patient, desto erfolgreicher die Behandlung.

Festsitzende Spangen


Gaumennahterweiterungsapparatur ("GNE")

Dieses Gerät wird angewandt, wenn der Oberkiefer zu eng ist ("Schmalkiefer"), um diesen zu dehnen. Es gibt unterschiedliche Ausführungen dieser Apparatur: mit Bändern oder als Kappenschiene. Durch Drehen an der am Gaumen liegenden Schraube wird dieses Gerät expandiert, wodurch die nötige Breite erreicht wird.
Während der Behandlung kann es zu Spannungsgefühl, Kribbeln in der Nasenspitze, Lückenbildung zwischen den oberen Schneidezähnen und zu Beginn der Behandlung zu Knistergeräusch beim Drehen der Schraube kommen. Diese "Nebenwirkungen" sind jedoch unbedenklich und ein Zeichen dafür, dass die Behandlung erfolgreich ist. Die entstandene Lücke wird sich unter Umständen von selbst bereits während der Zeit in der die GNE im Mund ist (zwischen 3 und 6 Monaten) beginnen zu schließen, sollte dies nicht der Fall sein, wird der Lückenschluss auf jeden Fall mit dem nachfolgenden Gerät (z.B. Multibracket-Apparatur) veranlasst. Auf Spaghetti oder geschmolzenen Käse sollte besser verzichtet werden, da durch das sich verfangen dieser Speisen ein Würgereiz hervorgerufen werden kann.

Pendulum

In der heutigen Zeit kann man bei Platzmangel im Oberkiefer (engstehende Zähne) anstatt Zähne zu ziehen(wie im GKV System vorgesehen) ein alternatives Gerät zur Platzbeschaffung fest einsetzen. Dieses besteht aus einer Kunststoffplatte, seitlichen Auflagen und zwei Distalisations-Federn für die Molarenzähne (großen Backenzähne) an denen Metallbänder zur Verankerung zementiert sind.
Es stützt sich am Gaumen ab und wird an 4 Zähnen (Prämolaren) befestigt. Mit den Federn werden die Molarenzähne nach hinten geschoben. Das bewirkt einen Platzgewinn im Bereich der Frontzähne. Anschließend können mit Hilfe einer festen Zahnspange (Brackets) die entsprechenden Zähne in die richtige Position eingeordnet werden. Im Vergleich zu dem Head-gear (verlinken) (Außenbogen mit Nackenzug: die GKV Alternative) verkürzt sich die Behandlungszeit um ein Vielfaches. Das Pendulum ist unsichtbar, da es direkt am Gaumen anliegt. Eine Behandlung mit diesem Gerät wird nicht von den GKV übernommen.

Frozat

Dieses Gerät dient der Platzbeschaffung im Falle engstehender Zähne oder bei Aufwanderung der Seitenzähne. Durch gezieltes Aktivieren werden die unteren Backenzähne nach hinten bewegt, um Platz für die Frontzähne zu gewinnen. Dadurch kann das Ziehen von gesunden bleibenden Zähnen wegen Platzmangels vermieden werden.
Dieses Gerät kann in Kombination mit einem Lippenbügel (Lip-bumper) der entlang der Unterkieferzähne verläuft benutzt werden. Der Lippenbügel ist herausnehmbar, somit wird das Zähneputzen nicht zu sehr beeinträchtigt. Da aber der innere Anteil an den Molaren mit Zement befestigt ist (wie eine feste Zahnspange) erfordert dies von dem Patienten eine präzise Mundhygiene, damit kein Karies auftritt. Da von den gesetzlichen Krankenkassen die anfallenden Kosten für diese Apparatur nicht übernommen werden, weil diese nach §12 SGB V über das ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Maß hinausgehen, müssen die anfallenden Kosten von Seiten des Patienten getragen werden.

Brackets

Bei der Behandlung mit einer festsitzenden Apparatur werden kleine Plättchen (Brackets) auf die Zahnflächen mit einem speziellen Kleber befestigt. Die Brackets werden durch ein dünnes Drähtchen (Bogen) verbunden.
Um den Bogen zu fixieren, werden je nach Bracketsystem entweder eine Drahtligatur oder ein kleiner Gummiring um die Brackets angebracht (3D programmierte Systeme) oder eine kleine integrierte Klappe verschließt die Brackets (selbstligierende Systeme). Sobald die Zahnstellung sich verändert hat, wird ein stärkerer Bogen eingebracht. Die Fehlstellung der Zähne wird schrittweise korrigiert. Das gewünschte Ausmaß der Zahnbewegung ist in die Form des Brackets integriert (Vorprogrammierung): durch die Fassung des Bogens in den Brackets wird Druck ausgeübt. Durch diese angewandte Kraft bewegen sich die Zähne langsam. Bei den selbstligierenden Systemen ist diese Kraft gleichmäßiger auf alle Zähne verteilt, so dass weniger Beschwerden auftreten und eine schnellere Regulierung möglich ist. Da durch die festsitzende Apparatur die Zahnpflege erschwert wird, ist eine perfekte Mitarbeit seitens des Patienten erforderlich. Das Einhalten der Termine ist auch sehr wichtig, da sonst unerwünschte Zahnbewegungen auftreten könnten, wenn man zu lange Abstände zwischen den Kontrollterminen einlegen sollte. Eine Zahnregulierung mit festsitzender Spange ist sowohl für Jugendliche als auch für erwachsene Patienten indiziert. Allerdings je älter man wird verlängert sich die gesamte Behandlungszeit. Mit einer Multibracketapparatur können auch kleinere, "ästhetische" Zahnfehlstellungen behandelt werden indem nur kleine Abschnitte des Zahnbogens (Segmentbogentechnik) beklebt werden.

Asthetische Brackets ("Keramikbrackets")

- Zahnfarben (dadurch fast unsichtbar)
- verträgliches Material (geeignet für Allergiker)
- minimale Plaquebehaftung

Brackets mit verkürzter Behandlungszeit (selbstligierende Brackets) "Damon-System"

- selbstverschließbare Klappe
- kürzere Behandlungs- dauer durch erleichterte Zahnbewegung
- leichter zu reinigen

Brackets in Lingualtechnik (von außen nicht sichtbar)

- schnellere Bewegung der Zähne

Palatinalbogen, Head-gear, Quadhelix

Diese Geräte werden im Oberkiefer angebracht und werden an den Molarenzähne ("großen Backenzähne") verankert.

Mit einem Palatinalbogen können die Molaren derotiert oder distalisiert und die Breite des Oberkiefers angepasst werden. Dieser Bogen kann aber auch als festsitzender "Platzhalter" nach einer Gaumenerweiterung dienen.

Man kann ihn auch in Kombination mit einem Head-Gear (Außenbogen) benutzen. Der Außenbogen kann mit einer festen Zahnspange sowie bei Funktionskieferorthopädischen Geräten benutzt werden.

Ein Quad-Helix dient zur leichten Expansion des Gaumens und/oder zur selektiven Zahnbewegung bzw. Derotation der Zähne im Oberkiefer. Am Anfang ist das Schlucken etwas erschwert und es ist allgemein empfehlenswert längere oder faserige Nahrungsmittel wie Spaghetti oder Pizzakäse zu vermeiden. Kaugummi, Kaubonbons oder Gummibärchen sind strengstens verboten!

Da das Zähneputzen im Bereich der Apparaturen etwas schwierig wird, sind die Mundhygienemaßnahmen noch genauer einzuhalten. Für die häusliche Pflege gilt mindestens 3x täglich 3 Minuten lang Zähne putzen!

Unsichtbare Zahnspangen "Orthocaps"

Eine unsichtbare Behandlung mit durchsichtigen Schienen („aligners“ genannt) ist einfach und komfortabel. Durch eine virtuelle computeranimierte Behandlungsplanung, wird die korrekte Stellung der Zähne ermittelt. Nach dieser Planung werden für die Zahnbewegung notwendige durchsichtige Schienen hergestellt.

www.orthocaps.de

Retention


Retentionsgeräte

Diese Spangen sind notwendig nach Abschluss der aktiven kieferorthopädischen Behandlung, in der die Zähne bewegt und das Kieferwachstum gefördert wurden. Diese anschließende passive Behandlungsphase (Retentionsphase) hat das Ziel, das Behandlungsergebnis zu stabilisieren, da die Zähne die Tendenz haben, sich nach einer Therapie wieder in ihre alte Position zurückzubewegen (Rezidiv).
In dieser Zeit kommen die Retentionsgeräte, die häufig auch "Nachtspangen" genannt werden, zum Einsatz. Sie müssen im ersten Jahr jede Nacht getragen werden. Später, wenn die Zähne ausreichend stabilisiert sind, empfiehlt es sich diese als "Schablone" (eine Nacht in der Woche oder im Monat) weiter zu verwenden und einmal jährlich kontrollieren zu lassen, ob die Zähne noch in ihrer gewünschten Position stehen. Die Gefahr eines Rezidivs wird so stark verringert.

Bonded Retainer

Ein Retainer ist ein geflochtener, zierlicher Golddraht, welcher als Schienung an der Innenfläche der Ober- und /oder Unterkieferfrontzähne mit Hilfe von einen dafür geeigneten Kunststoffkleber befestigt wird. Er wird individuell für den Patient an der Zahnform und –stellung angepasst.
Der Retainer gewährleistet dass die erreichte Stellung der Frontzähne gehalten wird. Man sieht es nicht von außen und es behindert nicht beim Sprechen. Die Vorteile sprechen für sich. Für den Problemlosen Erhalt dieser Retainer ist es wichtig das Abbeißen von harten Speisen oder das Kaugummi kauen zu vermeiden. Deshalb ist es sehr wichtig die Klebestellen halbjährlich kontrollieren zu lassen. Sollte sich das Drähtchen lösen, könnten sich die Zähne wieder verschieben. Diese Retention ersetzt aber nicht die Nachtspange (-link-) die für die erste Phase der Stabilisierung zusätzlich getragen werden muss. Die anfallenden Kosten für diese Apparatur werden von den GKV nicht übernommen.

Begleittherapie


Medizinisch indizierte Zahnreinigung

Damit das Lachen auch morgen noch Freude macht!  Wussten Sie schon, dass Sie mit dem "normalen" Zähneputzen zu Hause lediglich 60 Prozent aller Zahnflächen reinigen? Die restlichen 40 Prozent (Zahnzwischenräume und die Backenzähne) sind nur schwer zu erreichen. Da aber gerade diese Risikostellen besonders sauber gehalten werden sollten, empfehlen wir in regelmäßigen Abständen eine Zahnreinigung durchführen zu lassen!
Bei Kindern ist es so geregelt, dass alle 6 Monate die Krankenkasse die Leistungen der sogenannten "Individual-prophylaxe" übernimmt. Dies reicht jedoch nicht aus. Besonders dann nicht, wenn sich das Kind z. B. in kieferorthopädischer Behandlung befindet. Durch die Behandlungsgeräte, welche die Kinder tragen müssen, wird die Belagbildung auf den Zähnen gefördert. Besonders bei einer kieferorthopädischen Behandlung ist eine regelmäßige intensive Zahnreinigung alle 3 Monate um das Kariesrisiko so gering wie möglich zu halten sehr sinnvoll. Erwachsene mit unzureichender Mundhygiene können neben Karies und Parodontosebefall (Entzündung des Halteapparates des Zahnes mit Lockerung der Zähne) auch Langzeitschäden an verschiedenen Organen bekommen, das Herzinfarktrisiko steigt an und bei Schwangeren mit Zahnfleischentzündungen ist das Frühgeburtenrisiko sogar höher als bei Raucherinnen oder Alkoholikerinnen! Die starke Verminderung der Bakterienrate in der Mundhöhle nach einer intensiven Zahnreinigung wirkt vorbeugend gegenüber den o. g. Gesundheitsschäden, sowie Karies- und Parodontalerkrankungs-Anfälligkeit. Eine gute Mundhygiene zahlt sich aus, Ihre Zähne, Ihr Zahnfleisch und Ihr Zahnarzt werden Ihnen dafür dankbar sein!

Logopädische Behandlung

Eine logopädische Behandlung dient zur "Umschulung" der Funktion durch Übungen die die Gesichts-, Kau- und Atemmuskulatur trainieren. Im Falle einer Zungendyskinesie (falscher Bewegungsmuster der Zunge) oder bei einer Hypotonie (zu wenig Kraft) der perioralen Muskulatur werden regelmäßige Termine beim Logopäden benötigt, um diese Übungen zur erlernen und die Fortschritte zu überprüfen. Da es sich um Muskeltraining handelt, reichen leider die Sitzungen beim Logopäden alleine nicht: um ein Muskel um zu schulen sind regelmäßiges trainieren über mehrere Monate bis Jahre notwendig. Der Patient muss das Selbstbewusst über die Funktion seiner Muskeln erlangen und ständig Ihre Bewegungsmuster unter Kontrolle haben, bis ein Automatismus eingetreten ist.

Wir arbeiten eng mit folgenden logopädischen Praxen zusammen

www.logopaedie-moosach.de
www.lelo.biz
www.logo-koetz.de
www.atem-logo-stimme.de